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alles sind sie jetzt glücklich, schliesslich ist es jetzt warm. alle haben sie plötzlich jemanden, weiss der teufel woher. im juni fahre ich für eine woche nach england, zur freundin die ein halbes jahr au-pair macht. ich freu mich, denn ich vermisse sie.

ich werde im herbst beginnen, rechtswissenschaft zu studieren. fragt mich nicht weshalb, ich weiss es nicht. bauchentscheidung?

und immer die fröhliche maske. im fluss schwimmen, die fröhliche maske. zusammen in der bar sitzen, die gesellige maske. um mich dann den ganzen heimweg zu beschimpfen. fuck. fuck. fuck. du bist so unwürdig, so eklig, abstossend. dreckig, nur ein stück dreck. und wie du frisst, und dann wieder nicht, weshalb immer so, weshalb immer mehr und dann wieder weniger?! alles schwabbelt, ich mache übungen, aber alles schwabbelt, es ist zum kotzen.

und ich kann mein verdammtes maul nicht halten. meine schwester hasst mich, und ich kann die scheiss fresse nicht halten!! immer weiter, immer weiter provozieren, ja nicht aufhören, bis zum eklat. ich hasse es.

unwürdig. nicht würdig, zu leben. aber ich will nicht sterben. ich will doch das glück gefühlt haben, bevor ich sterbe. ich will die erfüllte sehnsucht auf der zunge spüren, die tiefe zufriedenheit, die innere ruhe, die unbeschwertheit, das gefühl, von sonnenstrahlen gestreichelt zu werden, ich will das noch erleben, ich kann doch nicht vorher gehen. 

ich kann doch nicht schon gehen.

es muss etwas geben. es MUSS etwas geben!

bitte.

bitte.

irgendwo.

bitte.

es kann nicht sein, dass ich mit 19 schon müde vom leben bin. das kann einfach nicht sein. ohne irgendwas erlebt zu haben. ohne besondere momente. das kann nicht sein. 

 


2.5.11 14:58
 


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